Über mich

Meine Abnehmreise

Kurzes Vorwort: Alle Punkte sind in einzelnen Kategorien aufgeteilt und lassen sich thematisch aufklappen. Einfach auf das Pluszeichen klicken und den entsprechenden Text dazu lesen.

Hallo, mein Name ist Jussi und ich erzähle dir meine Geschichte – meinen Abnehmweg!

Seit ich mich erinnern kann, war ich schon immer Übergewichtig. Ich persönlich kann mich nicht erinnern, wann ich es nicht war! Immer war ich das Pummelchen oder die Dicke. Der Wunsch “schlank und schön” zu sein, war immer present. Als Kind bin ich mit Neurodermitis zur Welt gekommen und hatte wirklich starke Probleme. Bis heute verfolgt mich auch dieses Problem, aber nicht ganz so doll wie das Thema Übergewicht.

Als Baby bekam ich bereits Kortison und war dadurch schonmal ein Stück weit “aufgegangen”. Nachdem es meine Familie aus Danzig in die wunderschöne Hansestadt Stade (Deutschland) verschlagen hat, wurden es stetig mehr Kilos die sich angesammelt haben, was aber nicht an Stade lag :-D.

Glücklich war man damit nicht und Zufrieden natürlich auch nicht, doch man nahm es irgendwann so hin und akzeptierte das Problem.

Stetig war dieses Thema mein Begleiter. Jedes mal wurde ich indirekt darauf angesprochen, „ob man nicht mal etwas abnehmen möchte?“ Ich kann euch sagen, die Familie hat es oft probiert, doch ist genau mit solchen Äußerungen gegen die Wand gefahren.

Ich sag euch eins: Nicht andere müssen es wollen, sondern DU musst es wollen! Bei DIR muss es klick machen!

XXXXX Versuche und immer wieder der Rückfall in die alten Gewohnheiten. Tausende Mythen gibt es was “Diäten” angeht – Glaubt mir, ich habe sie alle durch. Bereits im Jahr 2017 habe ich 20 Kilo abgenommen. Mein Gott, war ich stolz. 20 KILO.. WOW…. Doch Schwupps, hatte mich der Stress und der Alltag zurück und ich hatte nicht 20 sondern 40 Kilo mehr drauf.

Es war der 24.Dezember 2017. Weihnachten ist bei uns immer sehr traditionell. Wir feiern immer im selben Kreise und die Tradition besagt 11 verschiedene Gerichte auf dem Tisch stehen zu haben. Um 18 Uhr trifft man sich, isst das leckere Essen und im Anschluss werden die Geschenke ausgepackt. Ich packte meine Geschenke aus und meine Cousine machte damals ein Bild von mir und schickte es mir. Ich sah dieses Bild an und dachte – Wer ist das? Ich sah diese Person auf dem Bild und glaubte kaum, dass ich das sein soll… Soooooo dick bin ich doch gar nicht!

Doch, leider, war ich es auf diesem Bild und war Fassungslos und entsetzt. Zudem hatte ich mein Kampfgewicht und bislang das Höhst-Gewicht erreicht.

Drei Tage später, war ich mit meiner Freundin Tati auf Shopping-Tour in Verden (Aller). Nachdem Shopping-Spaß setzten wir uns in einem Mc Donald und bestellten uns was zu Essen. Ich sprach vorsichtig das Thema „ich muss abnehmen an“. Versuch XXXXXXXXXX stand auf dem Plan. Ich habe zu der Zeit eigentlich nicht wirklich an mich geglaubt und dachte, es wird so wie immer – also NICHTS. Wir unterhielten uns und die Leute neben uns schauten uns total blöd an. Wir aßen unsere Burger und beschlossen uns direkt vor Ort bei Weight-Watchers anzumelden. Die Personen neben uns mussten echt gedacht haben wir haben nicht mehr alle Tassen im Schrank! Aber.. EGAL…. 

Tati war total motiviert – Jussi ich fange dann ab morgen schon an. Ich sage.. OKIch starte zum neuen Jahr (ist zwar bekloppt, aber NEUES JAHR; NEUES GLÜCK). Am nächsten Tag bekam ich dann auch direkt ein Essens-Update von Tati und sie hielt sich an ihren Punkteplan. 

Nach der Anmeldung wusste ich ja direkt wieviele Punkte ich hatte und somit fiel mir das am Anfang alles nicht so schwer. Klar, wir wollen uns ja nichts vormachen! Die ersten Tage „Diät“ sind immer hart, aber nach Tag vier geht das schon.. Mit knapp 90 Kilo mehr als Tati, hatte ich entsprechend auch mehr „Punkte“ als sie. Sie beschwerte sich natürlich immer mehr darüber, weil ich entsprechend auch mehr Essen durfte.

Startgewicht 160,1 Kilo, bei 1,80m Körpergröße. Alter Schwede, dass muss man erstmal hinbekommen. Glaubt mir, ich hatte keine gesundheitlichen Einschränkungen und habe mich auch nicht bewegt wie 160 Kilo. Klar nicht so galant wie ein Reh aber auch nicht tapsend wie ein dicker Troll.  

Das ESSEN: Wie schon gesagt, die ersten Tage sind die Schlimmsten. Aber Tati war motiviert und ich zog mit. Ich habe mir geschworen – ne das schaffst du alles. Du musst nur weniger Essen. 

Meine Schwäche sind definitiv „Süßigkeiten“ oder süße Speisen, das blieb und wird auch immer so bleiben. Ich würde „Süßes“ immer Herzhaftem vorziehen – IMMER! Aus 3 oder mehr Packungen Bueno am Tag, wurde dann (am Anfang keiner) und dann mal ein Riegel.

Zu Zweit lässt es sich ja besser Abnehmen: Die erste Woche war der Knaller – 5,5 Kilo in der ersten Woche. Ich dachte Tschakkkaaaaa, wenn das so weiter geht.. LÄUFT… Die erste Woche lief.. Das Wasser war weg und ab dem Tag, begann der Kampf um jedes Kilo. Dann hieß es  DURCHHALTEN!

Ich habe mich in dem Jahr wirklich bemüht. Bin mit Walken angefangen (obwohl ich mir geschworen habe nie Sport zu machen), habe die Liebe zum Yoga entdeckt. Meine erste Yogastunde hatte ich direkt am Strand, da musste die Liebe ja entfachen. Im Herbst wurde ein Fitnessstudio gesucht, dass flexible Öffnungszeiten hat. Von der Stubenhockerin – zur Sportskanone. Der Körper veränderte sich, dennoch war ich mega enttäuscht. Andere nehmen 50 Kilo im Jahr ab und ich nur knapp 20. Das war wirklich enttäuschend für mich. Dennoch habe ich nicht aufgegeben und weiter gemacht. 

Mein Alltag war geprägt von Sport: Morgens um 4.40 Uhr aufstehen, da das Studio um 6.00 Uhr öffnete, wo ich eine der Ersten war. Nachdem mein Programm vollzogen war, machte ich mich fertig und ging zur Arbeit. Dieses dann 5-6 Tage die Woche. Nach der Arbeit am Dienstag ging es dann noch für 3h zum Yoga. Zudem noch 2x die Woche Schwimmen. Ich sag euch, faul war ich nicht! Was hatte ich gesagt – SPORTSKANONE! Mein Tag endete um 22/23.00 Uhr. Der Wecker klingelte um 4.40 Uhr. Im Nachhinein kann ich euch nicht sagen woher ich diese Energie genommen habe. Es war Wahnsinn und ich bewundere mich selbst dafür. Zudem habe ich meine Angst auf dem Stand-up-Paddling-Board überwunden und ich kann euch sagen – es war sooooo genial. 

Im März hatte ich Geburtstag – die Reise ging nach Polen in die Heimat. Das Hotel in Kohlberg war wirklich super. Man denkt, in 3 Tagen kann man nicht viel zunehmen? OHHHH doch! Nach 3 Tagen GÖNNUNG – die Quittung! Ganze 8 Kilo mehr auf der Waage. Klar viel Wasser –  aber Halloooooo 8 KILO? UFFFFFFF, habe ich gedacht! Was nun? Die Entscheidung war – Gibst du auf oder machst du weiter? Die Fastenzeit begann am 08.03.2019. Alle so, ja ich verzichte auf Süßigkeiten, ich verzichte auf Alkohol. Ich entschloss mich an dem Tag – Du verzichtest auf Süßigkeiten und auf Kohlenhydrate. Tati war übrigens auch nicht mehr ganz so motiviert und ich bekam nur noch bedingt eine Rückmeldung zum Essen! 

08.03.2019: Boarrrrrr, war das Schwer! Was isst man da den so? Sogar Gemüse hat Kohlenhydrate. Seit diesem Tag habe ich mich wirklich mit den Lebensmitteln beschäftigt! Das Abo bei WW wurde gekündigt und es hieß ab jetzt LOW CARB! Es war eine komplette Wandlung und Umstellung und es hieß nicht mehr – ich bin auf Diät, sondern ich habe mein Leben komplett umgekrempelt. Es ist eine Lebenseinstellung! Klar, muss das Umfeld sich daran gewöhnen, dass man keine Kartoffeln und keine Nudeln isst. Meine liebe Mama, kann sich bis heute nicht so ganz an diesen Gedanken gewöhnen :-), wie kann man ohne Kartoffeln und Brot leben? Ja das geht, sogar total gut. 

Mir ging es soooo viel Besser und die Pfunde purzelten. Ich dachte HUCH, dass ist ja der Wahnsinn. Da es ja zu der Zeit nicht mehr 25 Kilo waren sondern nur noch 17 die ich Abgenommen hatte. Wie man sieht, fehlte wieder ne ganze Menge. Ich gewöhnte mich sehr schnell an diese Art von Essen und wurde immer Kreativer was das Kochen angeht. Ja klar habe ich vorher auch gekocht und das bei Instagram hochgeladen, aber erst seitdem ich verstehe was ich tue und was ich in da Esse, wurde die Liebe entfacht. Aus Jussi ich poste alles Wilde wurde Jussilicious – der Foodblog!

Wenn mich jemand fragt, warum ich mich für diese Art der Ernährung entschieden habe und nicht für eine andere wie z.B. nur Shakes oder 1.000 Kalorien, dann sage ich immer.  „Ich habe eine Ernährungsweise für mich gewählt, bei der ich mir vorstellen kann, diese bis an mein Lebensende zu führen“. Wir wollen uns das ja nicht schön reden. Wenn man in seine alten Muster zurück fällt und seine alten Gewohnheiten annimmt, kommen die satten Kilos wieder drauf. Deswegen wählt für euch eine Methode die ihr liebt und bei der ihr euch vorstellen könnt immer zu bleiben. Das bedeutet nicht, dass ich nie wieder ein Burger oder Pasta essen werde. Nein, Nein, aber ich weiss, dass dieses in Maßen passieren muss. Man kann sich immer Leckereien in seinen Essensplan mit einbauen, dann aber nicht wie früher jeden Tag, sondern einmal die Woche. Diät heisst nicht Verzicht! Wie ihr seht, kann man auch mit den richtigen Produkten richtig geile und gesunde Leckereien zaubern und damit abnehmen. Man muss nur wissen wie! Ehrlich gesagt bin ich sehr froh darüber mich damit auseinander gesetzt zu haben und diese Chance genutzt zu haben. Den ganz raffinierten Zucker (der FEIND), habe ich aus meinen Schränken verbannt und eine tolle Alternative gefunden, die ich in fast jedem Rezept einbaue. Ich beweise mit meinem Foodblog, dass Foodporn optisch wie auch geschmacklich, nicht nur mit vielen Kalorien realisierbar ist, sondern auch mit gesunden Alternativen mega sein kann. Meine Rezepte sind meist zwischen 250-500 Kalorien und geschmacklich wirklich himmlisch. Ich lasse mich meist von Rezepten inspizieren und versuche diese dann diese auf meine Art und Weise zu kreieren, was mir bisher sehr gut gelingt.

Süßigkeiten waren mehrere Monate Tabu. Ich glaube mein erstes „Eis“ war im September 2019 und das hatte 320 Kalorien und war von Halo, dementsprechend mit Zuckerersatzstoffen. Die Wochen vergingen –  ich merkte das was passiert und je mehr man erreicht hat, desto ungeduldiger wird man.  Es lief alles toll, bis der Stress mich wieder hatte. 

Eine große Veränderung schlich sich in im Leben, die da nicht hin gehörte, die mir nicht gut tat. Der Stress wurde innerlich groß und die Abnahme gering. Statt abzunehmen, obwohl ich genauso aß wie vorher. Rebellierte der Körper  und war innerlich gestresst. Ich wurde immer unglücklicher und der Kampf begann. 

Die Entscheidung war, lass ich mich vom Stress auffressen und kehre zurück zu den Pfunden? Oder kämpfst du gegen das Problem und lässt dich nicht unterkriegen? Ich entschloss mich diesem Kampf ein Ende zu setzen und löste mich von dieser Veränderung. Seitdem lief es wie von ganz alleine wieder, es tat so gut und es fühlte sich so befreiend an. 

Meine erste OP stand an – die Krampfadern am linken Bein wurden operiert. Da werden viele lesen und sagen.. Kindchen du bist doch noch so jung. Ja das ist genetisch bedingt und die bösen Biester kann man auch mit 16  bekommen. Das hat mich schon Jahrelang gewurmt, jedoch war das mit 160 Kilo irgendwie nicht ganz so wichtig. Aber ich dachte – wenn nicht jetzt, wann dann?

Ich rückte ja nach über 50 Kilo meinem Zielgewicht von 99 Kilo immer näher. Das war von Anfang an mein Wunsch – endlich UHU sein. UnterHUndert. Viele denken jetzt, dass ist immer noch sehr viel. Ich strebte nie an, super mega schlank zu sein und Kleidergröße 36 zu tragen sondern mich wohl zu fühlen. Ich träumte davon Kleidergröße 44/46 tragen zu können. Das war ein Traum. Mittlerweile ist es sogar 42/44. Wenn dann irgendwann die Hautlappen entfernt werden die von über 65 Kilo übrig geblieben sind, verschwinden auch noch einmal knapp 10 Kilo und ich bin im Normalgewicht und dann schon bei Kleidergröße 38/40. Aber wie gesagt, das strebe ich nicht an. 

Ich habe mir immer geschworen, wenn ich das jemals schaffe und mein Zielgewicht erreiche, möchte ich mich auch operieren lassen und die Haut straffen lassen. Somit machte ich im September einen Termin in mehreren Kliniken. Ich fuhr durch Deutschland und landete in Köln. Nach einem grandiosen Erstgespräch wusste ich – das ist meine Klinik. Die Klinik gab mir ein bestimmtes Ziel vor, was erreicht werden sollte, damit die Anträge für die Krankenkasse gestellt werden können.

Ich gab richtig Gas, dann kam Weihnachten, Neujahr.. Boahhhhh warum? Ihr wisst was ich meine! Naja egal, paar Tage zu viel gegessen. Aber Hey, ich weiss wie es geht und die Arschbacken wurden wieder zusammen gekniffen.

Der Januar lief sehr gut. Manchmal muss man nicht suchen, sondern muss gefunden werden. Das Glück war perfekt –  ich hatte einen neuen Job – meinen Traumjob gefunden! Da man beim neuen Arbeitgeber nicht direkt fehlen möchte, wurde schnellstmöglich ein Termin in Köln zur Antragstellung gemacht und es lief alles super. Der Endspurt musste also eingelegt werden. Der Termin stand fest und Jussi musste noch 8 Kilo in 3 Wochen schaffen. Mit ganz ganz ganz viel Disziplin und Fleiß wurden sogar aus 8 Kilo ganze 9,5 Kilo.

Koffer waren gepackt – es ging nach Köln! Eine halbe Stunde vor Abfahrt, Purzel ich die Treppe herunter. Glaubt mir, die Treppe ist sehr steil. Ich wollte nur ein paar Schuhe holen und dann losfahren. Tolle Wurst! Ich bin irgendwie hoch gekommen und merkte, wie sich der Schmerz ausbreitete. Ich dachte, ach so schlimm wird das ja nicht, kann ja laufen. Ich sag dazu – Ich bin mit dem Kopf aber mächtig gegen die Wand geknallt.

Ich setzte mich erst einmal hin. Nach dem erneuten Aufstehen dachte ich… OHJE, mir ist schlecht! Holte mir ein Wasser und legte mich 5 Min aufs Sofa! Ich lag da und die Tränen schossen mir in die Augen. Ich ließ die letzten 2 Jahre Revue passieren. Den Schweiß, die Tränen, die Disziplin. Ich lag da mit Schmerzen auf meinem Sofa, kurz vor dem größten Erfolg meines Lebens und paar Minuten vor Abreise, falle ich die Treppe runter. 

Ich sprach mir in diesem Moment ganz viel Mut zu. Jussi, es kann nicht sein, dass du jetzt nach der harten Arbeit, ein Tag vor dem Termin die Treppe runter fällst und nicht nach Köln fährst. Reiss dich zusammen, du packst das.

Ich sammelte mich, packte meinen Essensproviant ( hab da so meine Tricks), nahm den Koffer und fuhr ins Krankenhaus. Ja, ich bin Vernünftig und habe mir ein GO vom Arzt geholt. Nach 3h in der Notaufnahme und einige Röntgenbilder später.  Saß ich mit einer starken Prellung an Steiß und Rücken im Auto nach Köln. In der Apotheke hatte ich mich noch mit teuren Wärmepads und einer Portion Schmerzmitteln eingedeckt. Es ging mir gut, klar merkte ich die Prellungen, aber der Wille nach Köln zu fahren war einfach zu groß. 

Meine größte Sorge nach den 3 Wochen Zielstrebigkeit war nur, dass ich wegen der starken Prellungen über Nacht zu viele Wassereinlagerungen habe und zu viel Wasser ziehe, dass ich das Zielgewicht nicht erreiche.

Der nächste Tag – der Termin in der Klinik. Ich machte mich fertig, fuhr zur Klinik (fast zu spät gekommen da eine Ausfahrt verpasst, ist ja nicht wie auf dem Dorf das du dann wenden kannst, ne musst ja fast bis halb Deutschland juckeln bist du umdrehen kannst :-P). Auf die Minute pünktlich angekommen. Es war genauso schön und nett wie beim ersten Mal – der erste Eindruck hat sich Bestätigt. Ich musste im Vorfeld einige Zettel ausfüllen und es wurden Bilder angefertigt angefertigt. Von den Spuren der letzten 33 Jahre. Die Haut hing ja nicht weil ich 9 Monate dick war, sondern schon 33 Jahre lang. So eine Haut bildet sich auch nicht mehr zurück. Dann der große Moment…

Ziel der Klinik waren 97 Kilo – Ich stellte mich auf die Waage und sie zeigte 95,5 Kilo an. Ich dachte ich traue meinen Augen nicht! Ich war sooooo unglaublich stolz und ich kann euch sagen, es lohnt sich so sehr für seine Ziele und Wünsche zu kämpfen.

GESAMTABNAHME – 64,5 KILO

Erst am nächsten Tag ließ dann das Adrenalin nach und ich dachte, wer hat mich denn überfahren? Ich war wirklich platt und freute mich nur noch auf mein Bett.

Im März waren alle Unterlagen für die Krankenkasse zusammen. Ich kann euch sagen, es ist nicht schön solche Bilder von sich zu sehen. Klar sieht man sich im Spiegel und es ist alles nicht wirklich schön, aber das soll sich ja ändern. Die Unterlagen gingen auf Reisen. Ein paar Tage später der nächste Hammer… Ein Autounfall – Puhhh, das war schon Krass. Da ich mit 70 Km/h einem LKW mit kollidiert bin, bin ich anschließend ins Krankenhaus. Bei der Erstaufnahme wurde nichts außer ein paar Prellungen gefunden. Nach einer Woche hatte ich einen Termin beim Osteopathen. Diesen hatte ich mir bereits  nach dem Treppensturz vereinbart. Da es keine konkrete Diagnose gab, bin ich entspannt hin und ließ mir das schiefe Becken einrenken und da es im Brustbereich weh tat, wurde auch dieser behandelt. Nach dem Einrenken (ist nicht mein erstes Mal) wurde das Schmerzgefühl nicht besser sondern eher schlimmer. Ich fuhr nach Hause und dachte ich warte mal ab. Jeden neuen Tag wurde es schlimmer. Es sind 4 Tage vergangen nach dem einrenken. Ich konnte Nachts bereits nicht mehr schlafen. Es wurde nicht besser und ich entschied mich zur Notaufnahme zu fahren, wo man mich nicht wirklich Ernst nahm. Nachdem die Röntgenbilder fertig waren und der Arzt drauf schaute, wurde er ganz unruhig. DIAGNOSE – Brustbeinbruch. UFFFFF… Ich bekam Tabletten verschrieben und durfte nach Hause. Viel Ruhe, Wärme und Tabletten und mindestens 6 Monate kein Sport wurden verordnet. Ich lag 4 Tage auf dem Sofa und es war der Horror für mich. Aber dann…  Während der 4 Tage kam dann der Bescheid der Krankenkasse, in dem Stand, dass die Bauchdeckenstraffung genehmigt wurde. Vor lauter Schmerzen konnte ich mich gar nicht freuen. Nach ein paar Tagen musste ich erneut zum Arzt um mir andere Medikamente zu besorgen. Danach ging das Leben wieder weiter.

 

Alle Q & A zur Antragstellung findest du hier >> Antragstellung

An ALLE – es lohnt sich wirklich für dieses Gefühl zu kämpfen. In einem Jahr habe ich dann wirklich geschafft noch knapp 50 Kilo abzunehmen. Wie bereits gesagt, es war nicht leicht und es sind einige Tränen geflossen und es gab einige Rückschläge. Aber jetzt weiss ich, dass ich alles schaffen kann! Es ist wirklich keine Diät sondern eine Lebenseinstellung und Ernährungs-UMSTELLUNG! Auch in schweren Zeiten habe ich diese Stärke bewiesen und wurde durch Schicksale noch STÄRKER.

Während der 4 Tage kam dann der Bescheid der Krankenkasse, in dem Stand, dass die Bauchdeckenstraffung genehmigt wurde. Vor lauter Schmerzen konnte ich mich gar nicht freuen. Nach ein paar Tagen musste ich erneut zum Arzt um mir andere Medikamente zu besorgen. Danach ging das Leben wieder weiter. Wir waren mitten im Corona-Wahninn aber ich gab nicht auf!

An ALLE – es lohnt sich wirklich für dieses Gefühl zu kämpfen. In einem Jahr habe ich dann wirklich geschafft noch knapp 50 Kilo abzunehmen. Wie bereits gesagt, es war nicht leicht und es sind einige Tränen geflossen und es gab einige Rückschläge. Aber jetzt weiss ich, dass ich alles schaffen kann! Es ist wirklich keine Diät sondern eine Lebenseinstellung und Ernährungs-UMSTELLUNG! Auch in schweren Zeiten habe ich diese Stärke bewiesen und wurde durch Schicksale noch STÄRKER.

Ich habe mich riesig über die Genehmigung der Beine gefreut. Mitten während der Corona-Krise gab ich mich jedoch nicht ganz mit dem Bescheid zufrieden. Anfang April stellte ich Widerspruch gegen den Bescheid der Krankenkasse und forderte auf mich persönlich beim Medizinischen Dienst vorstellen zu dürfen. Es kam innerhalb weniger Tage das Schreiben, dass derzeit wegen Corona der Medizinische Dienst niemanden persönlich annimmt. Somit wartete ich…

Ich nahm mehrfach Kontakt mit der Krankenkasse auf, weil ich für den Juli bereits einen ersten Termin für eine der drei Straffungsoperationen hatte. Der Medizinische Dienst lies immer noch nicht von sich hören und die Krankenkasse versicherte mir, dass die Beine ganz bestimmt nicht übernommen werden. Da aber die erste Operation die geplant war, die Oberschenkel waren, blieb mir nichts anderes übrig als die Kosten dafür selbst zu tragen. Geduld ist nicht meine größte Stärke und ich war es Leid zu warten. Also trug ich die Kosten selbst.

Am 21.07.2020 war es dann soweit. Meine erste Straffungsoperation. In dem Fall musste ich 2 Tage vorher noch einmal zum Narkose-Arzt um alles wichtige zu besprechen. Op fand am 21.07.2020 statt und ich war 2 ganze Tage/Nächte im Krankenhaus. 

Meine Erfahrungen der Oberschenkelstraffung sind nicht die Besten. Ehrlich gesagt, war ich kurz davor alle weiteren Operationen schon an den Nagel zu hängen. Die OP war mitten im Sommer. Bis dato war es gar nicht so warm doch plötzlich entschied sich der Sommer mal so richtig aufzudrehen und richtig Gas zu geben. Alle hatten Freude an dem tollen Wetter, nur ich nicht! Ich lag in meinem Bett mit 40 Grad draußen, zwei Ventilatoren im Schlafzimmer aufgestellt und den heftigsten Schmerzen. Meine Wundheilung war dadurch katastrophal. Alle Nähte lösten sich unter dem Kompressionsmieder von der Wärme auf. Ich war machtlos und es wurde von Tag zu Tag schlimmer. Ich war gezwungen nach zwei Wochen noch einmal bei der Hitze mit dem Zug nach Köln zu fahren und das mit einer örtlichen Betäubung nähen zu lassen.

Auch nach 3 Monaten bin ich bei dem selben Standpunkt. Es war der Alptraum für mich und wenn mich jemand Fragt, sage ich genau das. Es gibt Frauen die merken nichts, aber halt auch zu 90% Frauen die sagen, dass das die schlimmste OP von allen ist. Bei der Oberschenkelstraffung sind jeweils 1,3 l Fett links und 1,4 l Fett rechts abgesaugt worden und dazu kam noch die überschüssige Haut von knapp 3 Kg die entfernt wurde.

Aber mehr dazu in den Q & A’ s.

Im August kurz nach meiner Operation meldete sich die Krankenkasse noch einmal telefonisch bei mir. Ich dachte es ginge um den Antrag für das zweite Mieder. So ein Mieder kostet um die 500 Euro. Aber nein, sie teilten mir telefonisch mit, dass nicht nur der Bauch, sondern nach Rücksprache mit dem MDK auch die Brustrekonstruktion bezahlt wird und von der Krankenkasse übernommen wird. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Somit wurden die zwei “großen” Faktoren von der Krankenkasse gezahlt. 

Am 05.11.2020 sollte es soweit sein. Im Vorfeld hatte ich sehr viel zu tun, da ich irgendwie alles unter einen Hut bringen musste und alles vorbereiten musste. Da ich Selbstständig mit einer Werbeagentur bin, kann man nicht von heute auf morgen den Stift fallen lassen und einfach frei machen. Deshalb musste alles gründlich vorbereitet werden. Rezepte für Weihnachten habe ich bereits im September vorbereitet. September und Oktober standen im Zeichen des kochen und Backens.

Eine Woche vor OP rief die Klinik an, dass die OP an dem 05.11.2020 nicht statt finden kann, weil wegen Corona immer ein OP-Saal frei sein muss. Leider musste dann mein OP und mein Termin drunter leiden. Der eine wird sagen, ja es ist aber in den Zeiten nicht so notwenig, dass hätte man auch auf später schieben können und der andere freut sich für mich. Wie gesagt, ich hatte alles Monatelang vorbereitet und alle Informiert. Es wäre einfach so so ärgerlich wenn ich mir dann irgendwann nochmal diesen Stress im Vorfeld antun müsste. Aber am Telefon hatte die nette Dame bereits einen Ersatz-Termin für mich, der gar nicht so weit weg lag. Hatte schon fast mit Januar oder Februar gerechnet. Es wurde aber der 19.11.2020. 

Termin stand fest; aber ich war bis zum letzten Moment skeptisch also buchte ich das Bahnticket und die Zusatzversicherung erst einen Tag vor Abfahrt nach Köln. Am 17.11.Nachmittags nach Köln. Habe mich bewusst für Nachmittags entschieden, weil ich wusste, dass ich in Köln ehe nicht so viel machen konnte. Restaurants zu, Shoppen macht in den Zeiten auch keinen Spaß und Klamotten Shoppen einen Tag vor einer Straffungsoperation macht keinen Sinn. 

Ich kam also gegen 20 Uhr im Hotel direkt am Bahnhof an, checkte ein, richtete mich ein und begab mich schon in Richtung Bett.

Am kommenden Tag war der Narkose-Arzt-Termin, Aufklärung und noch einmal Corona-Test.

Am 19.11 fast genau 4 Monate nach der Oberschenkelstraffung war ich wieder da. Am Tag zuvor noch mega Aufgeregt, was ich bei der ersten Operation nicht war. Ich war die Ruhe selbst, diesmal total unruhig und völlig unentspannt. Am Tag der OP null Aufregung. Ich war wieder die Ruhe selbst. Morgens wurde ich auf Station begrüßt vom Doktor angezeichnet. Ich habe noch ein paar Fotos gemacht und dann war es um 10 Uhr soweit. Ich wurde abgeholt. 

An dem Tag wurden eine Rekonstruktion der Bauchdecke, ein hinteres Bodylift gemacht (also Rücken und Po). Nein keine Implantate oder Aufbau mit Fett sondern nur das entfernen der überschüssigen Haut. Noch nicht einmal Fett wurde abgesaugt, dass wäre zu viel gewesen.

Nach der OP war ich ziemlich benommen. und in der Nacht ging es mir wirklich schlecht. Ich habe eine Schmerzpumpe erhalten deren Wirkstoff ich nicht vertragen habe. Jedes mal, wenn ich diese Schmerzpumpe genutzt habe, musste ich erbrechen. Du kannst dir vorstellen, es war nicht so schön mit frisch operiertem Bauch solche Anspannung zu durchleben. 

Die Nacht war schrecklich und direkt am frühen Morgen musste ich schon hoch um den Kreislauf auf Hochtouren zu bringen und sich schnell zu mobilisieren. Es war so anstrengend. Alles wirkte anstrengend nach so einer großen OP. Wiegen, wickeln, Messen, Blutabnahme, Miederanpassung und das alles einen Tag nach der OP.Die Schmerzpumpe wurde vom Narkosearzt wieder mitgenommen, da ich sie kaum eingesetzt hatte. Am nächsten waren die Blutwerte schlecht (hatte zu viel Blut verloren) somit bekam ich eine Eiseninfusion. Da ich einen Katheter hatte musste ich nicht jede Stunde aufstehen. Das war ehrlich gesagt eine riesen Erleichterung für mich. Sonntag nach der OP kam der Katheter raus und ich war draussen, habe mir eine Coke Zero am Automaten geholt und die Schwestern waren ziemlich erstaunt das es mir so gut ging.  Ich muss sagen ich habe davor jeden Tag die goldene Milch mit Kakao getrunken. Ich glaube das tat wirklich gut und hat meinen Körper gestärkt.

Da es mir wirklich gut ging wurde ich am Montag bereits entlassen und bin mit dem Taxi zurück in die Heimat. Ich kann jetzt auch nach einer Woche Post-OP sagen, dass diese große OP einfach mal nichts war, im Gegensatz zu den Beinen. Man merkt jeden Tag mehr, dass die Beweglichkeit zurück kommt und es täglich besser wird.  Habe nur 3 Tage im Krankenhaus einen Tropf abends mit Paracetamol erhalten. Seitdem nehme ich nichts. Um die Eisenwerte wieder zu regulieren halt nur Eisen.

Es wurde insgesamt 7,5 Kilo Gewebe entfernt! Vorne insgesamt 6,5 Kilo und hinten 950g Haut. 

Meinen Alltag kannst du auf Instagram nachverfolgen. Dort zeige ich meine Essenskreationen, was ich so treibe und was aktuelles grade los ist. Also falls du meinen Alltag mit erleben möchtest, dann folge mir gerne auf Instagram. Du findest mich unter Jussilicious. 

Eure Jussi 

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